Dokumentation:
Papst Benedikt XVI. zu Medien, Ehe und Familie
Jeder Trend, Programme - einschließlich Filme und Video-Spiele - zu produzieren, die im Namen der Unterhaltung Gewalt verherrlichen und antisoziales Verhalten oder die Banalisierung menschlicher Sexualität darstellen, ist eine Perversion - um so abstoßender, wenn diese Programme für Kinder oder Jugendliche gemacht werden. Wie kann man diese "Unterhaltung" den zahllosen jungen Menschen erklären, die unter Gewalt, Ausbeutung und Mißbrauch leiden“ Diesbezüglich würde jeder gut daran tun, über den Gegensatz zwischen Christus - der "die Kinder in seine Arme nahm, ihnen die Hände auflegte und sie segnete" (Mk 10, 16) - und demjenigen nachzudenken, der "einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt" und für den es besser wäre, "man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen" (Lk 17, 2). Ich appelliere erneut an die Verantwortlichen der Medien-Wirtschaft, die Produzenten anzuleiten und zu ermutigen, das Gemeinwohl zu schützen, die Wahrheit zu bekräftigen, die Menschenwürde jedes einzelnen zu verteidigen und die Achtung vor den Bedürfnissen der Familie zu fördern.
Botschaft zum 41. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 25. Januar 2007
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In den entwickelten Ländern wächst das Interesse an einer immer mehr verfeinerten biotechnologischen Forschung, um subtile und weitreichende Methoden der Eugenik einzuführen, bis hin zu der obsessiven Suche nach dem "perfekten Kind", was man durch die Verbreitung der künstlichen Fortpflanzung und verschiedener Formen der Diagnose, die dessen Selektion sicherstellen sollen, zu erreichen versucht. Eine neue Welle diskriminierender Eugenik findet Zuspruch im Namen des vermeintlichen Wohls der Individuen; und insbesondere in der wirtschaftlich fortgeschrittenen Welt werden Gesetze zur Legalisierung der Euthanasie gefördert. Das alles geschieht, während auf der anderen Seite die Bestrebungen wachsen, Lebens-gemeinschaften zu legalisieren, die eine Alternative zur Ehe darstellen und einer natürlichen Fortpflanzung verschlossen sind. In diesen Situationen zeigt das Gewissen, das von den Mitteln kollektiven Drucks manchmal überwältigt ist, nicht genügend Wachsamkeit gegenüber dem Ernst der anstehenden Probleme, und die Macht der Stärkeren schwächt und lähmt anscheinend auch die Menschen guten Willens.
Ansprache an die Teilnehmer der Vollversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben, 24. Februar 2007