Am Montagvormittag empfing Papst Benedikt XVI. die Mitglieder des beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps zum traditionellen Neujahrsempfang im Vatikan. Der Heilige Stuhl unterhält gegenwärtig diplomatische Beziehungen mit 176 Ländern, zu denen die Vertretungen der Europäischen Union und des Souveränen Malteser-Ritterordens sowie die besonderen diplomatischen Gesandtschaften hinzukommen: die Gesandtschaft der Russischen Föderation und jene der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO.
„Ich freue mich, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 18. Dezember eine Resolution verabschiedet hat, mit der die Staaten zu einem Moratorium der Anwendung der Todesstrafe aufgerufen werden, und ich wünsche mir, dass eine derartige Initiative die öffentliche Debatte über den sakralen Charakter des menschlichen Lebens anrege.“
Benedikt XVI. bedauerte erneut die besorgniserregenden Angriffe auf die Integrität der auf der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründeten Familie. „Die politischen Verantwortlichen jeder Seite sollten diese Einrichtung und Grundzelle der Gesellschaft verteidigen.“
Zum Schluss seiner Ansprache ermahnte Benedikt XVI. die internationale Gemeinschaft zu einem globalen Einsatz zur Förderung der weltweiten Sicherheit. Dieses Engagement solle verhindern, dass Terroristen Zugang zu Massen-vernichtungswaffen finden. Ein Non-Proliferationsakommen (Nichtverbreitungs-Vertrag) für Atomwaffen würde dieses Unterfangen wirksamer machen. |