|
Christa Klaß
Aus der Mitte des Europäischen Parlaments
Straßburg, 16. Januar 2008
Initiative “Eine Welt für Kinder” in Straßburg beim EU-Parlamentspräsidenten Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering
Die Initiative “Eine Welt für Kinder”, eine christlich motivierte Bürgerbewegung, die sich in der Öffentlichkeit für kindgerechte Medien einsetzt, berichtete dem EU-Parlamentspräsidenten Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering über ihre weltweite Aktion.
Allein in Deutschland konnten 26.000 Unterschriften gesammelt werden. An einer internationalen Unterschriftensammlung nahmen diverse Organisationen aus Europa und Südamerika teil, berichteten Lely Graef aus Bollendorf (Kreis Bitburg-Prüm) und Mathias von Gersdorff (Frankfurt), die auf Einladung der CDU-Europaabgeordneten Christa Klaß ins Europäische Parlament gekommen waren.
Für die Initiative habe die Präsenz von Gewalt, Erotik und Vulgarität in den Medien, insbesondere im Fernsehen, Maße erreicht, die nicht hinnehmbar seien und nach staatlichen Maßnahmen riefen. Kinder könnten leicht desorientiert und in ihrer natürlichen Entwicklung beeinträchtigt werden. Frau Lely Gräf, Sprecherin der Initiative, wies auf den Modellcharakter der Medien in Europa hin, denn viele Regionen der Welt würden sich nach ihnen richten. Deshalb sei unser Kontinent besonders verpflichtet, hohe Maßstäbe im Jugendmedienschutz anzulegen. Die Abgeordnete Christa Klaß wies darauf hin, dass im Europäischen Parlament zurzeit der Initiativbericht über die Europäische Kindrechtsstrategie behandelt werde. Des Weiteren werde sie als Vizepräsidentin der Delegation EU-Chile und Mitglied der Parlamentarischen Versammlung EU-Lateinamerika auch die medienpolitischen Themen ins Gespräch bringen.
Auch das Internet als neue Gefahrenquelle fand Erwähnung. Die fast völlige Abwesenheit von Altersverifikationssystemen in pornographischen Seiten, die im Ausland platziert sind, wird als inakzeptabel angesehen. Hier sind die Provider aufgefordert, den Zugang zu solchen Seiten zu verhindern.
Anerkennung fand die Tatsache, dass Deutschland bei der Fassung der letzten EU-Fernsehrichtlinie seine Maßstäbe im Jugendmedienschutz behalten konnte. Zuvor hatte es Bestrebungen gegeben, diesen erheblich zu lockern.
Am Ende des Gesprächs wurde dem Parlamentspräsidenten die Resolution übergeben. Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering dankte für das erbrachte bürgerliche Engagement, das getragen wird von der Sorge um die gesunde Entwicklung der Kinder. |